Gestern Abend waren We Were Promised Jetpacks aus Edinburgh, Schottland zu Gast im Glanz&Gloria in Osnabrück. Die Band habe ich im Herbst letzten Jahres kennengelernt und mich enorm gefreut, als dieser Gig im Dezember bekannt gegeben wurde. Das Album “These Four Walls” dürfte wohl eines der Alben sein, welches ich im letzten Quartal 09 am meisten gehört habe.
Photo by Matt Karp.
Mir gefiel die Stimme auf Anhieb und diese etwas raue Art, in der die Songs daher kommen. Auf dem Album finden wir sowohl einige fast schon balladenartige Stücke, aber auch die typischen Indie-Tanz-Songs. Es versprach also ein ganz cooler Abend zu werden.
Einstig etwas unsicher war ich mir im Vorfeld zweier Dinge:
Kommen überhaupt viele Leute? Ich hätte WWPJ bisher allenfalls als eine Art Geheimtipp eingeschätzt, die auftauchen, aber auch sehr schnell wieder verpuffen. Die zweite Sache bei der ich mir nicht sicher war, ist die Live-Umsetzung der Songs. Klar, das Album klingt irgendwie etwas rau in seiner Art, dennoch hätte ich mir aber vorstellen können, dass die Songs live etwas schleppend daher kommen.
Glücklicherweise hat sich aber nichts dessen bestätigt. Das Glanz&Gloria war voll, wie ich es schon länger nicht mehr bei einem Konzert dort gesehen habe und die Band ist in meinen Augen live noch ein Stück weit aufregender als auf Platte.
Wenn mann die vier auf der Bühne beobachtet sieht man sehr gut, wie eine Band auf der Bühne harmoniert und wie sich eben alles zu einem Ganzen zusammenfügt und jeder noch seinen Teil dazu beiträgt, dass es noch ein Stück krachender wird.
Am Anfang des Konzerts stand ich relativ weit hinten und wegen der geringen Deckenhöhe des Clubs konnte man recht wenig von der Musikern wahrnehmen. Als ich dann aber weiter nach vorne ging, war ich geflasht. Es sind eben die Kleinigkeiten gewesen, die dieses Konzert zu einer besonderen Erfahrung gemacht haben. Sei es der punktuelle Einsatz des Glockenspiels oder die Tatsache, dass die Band immer wieder mit recht erfreutem Blick Kontakt zum Publikum aufnahm oder einfach das ewige Gefrickel an Bass und Gitarrre, was dem Ganzen eine besondere Soundwand in den Hintergrund stellte.
Ich denke diese Band wird uns dieses Jahr noch öfter auf diversen Festivals beschallen und das ist gut so. Die Truppe kommt sympathisch daher, ihre Songs haben eine gewisse Dynamik, die live besonders zu tragen kommt und scheinen bereits jetzt eine relativ solide Fanbase in Deutschland aufgebaut zu haben.
We Were Promised Jetpacks. Irgendwo zwischen tanzbarem Indiepop, energischem Punkrock und live sogar mit leichten Ausflüchten in atmosphärische Postrock Gefilde ist eine meiner Liveempfehlungen für das Jahr 2010.
Trotz des ja so schlimmen Wettertiefs “Daisy” war ich heute draußen im Schneetreiben und habe ein paar Fotos in der Nähe meiner Wohnung gemacht. Eigentlich eine Sache, die ich bei nahezu jedem Wetter hätte machen können, aber heute mit dem Schnee schien es mir dann doch endlich mal angebracht. Hier ein paar Resultate:
Und bevor es hier nachher böse Worte hagelt: Ja, Siebe Warmoeskerken hat mich bei dem Fahrradfoto stark inspiriert.
Ein paar weitere Fotos gibt es noch auf meinem Flickr-Stream.
UPDATE: Ich bin ja gestern wie schon an dem Cafe-Foto zu sehen, gelegentlich an Schaufenstern hängengeblieben. Hier nun ein paar weitere Fotos, die dabei gestern entstanden sind:
Wie vermutlich jeder Musikinteressierte Mensch, entdeckt man immer mal wieder Bands für sich, die man dann (entschuldigt diesen Ausdruck) total abfeiert. Bei mir momentan so geschehen mit WE WERE PROMISED JETPACKS aus Glasgow. Neulich durch Zufall den Song “It’s thunder and it’s lightning” gehört, der ja ein ruhigerer, aber verdammt spannender Song ist.
Das ganze Album gefällt mir unheimlich gut und ist auf jeden Fall ein Kandidat meiner Top-Alben 2009. Nun mein Anspieltipp “Quiet Little Voices” bei YouTube:
Ein lautes Vibrieren und ein schreckhaftes Aufrichten waren die Grundbestandteile meines Tagesstarts. Unglaublich, dass ich mein Handy gestern nacht wieder auf meinem Schreibtisch habe liegen lassen und somit um 7.30 Uhr wirklich aufstehen musste, um den echt verdammt nervigen Alarmton (eine Änderung wäre schon allein deswegen sinnvoll, weil ich inzwischen schon Kopfschmerzen von dem elenden Gedudel bekomme) auszuschalten, um mich nochmal umzudrehen.
Hitze
Unglaublich, es ist noch nicht einmal 8 Uhr und schon so verdammt heiß in Osnabrück, was vielleicht auch auf den Umstand zurückzuführen ist, dass unsere WG direkt unterm Dach im 4. Stock gelegen ist. Stichwort Altbau. Schwache Isolierung. Lange Rede, kurzer Sinn: nach ewigem Wecker weiterdrehen und ständig aus dem Halbschlaf erweckt werden (die Müdigkeit nimmt dadurch definitiv zu), wird um 09.15 Uhr geduscht. Relativ kalt wohlgemerkt. Nicht ganz unberechtigt frage ich mich, wann das Gewitter endlich kommt. Insbesondere deswegen, da ich heute morgen doch Fotos vom offensichtlich gestrigen Regen in Berlin anschauen durfte. Unglaublich, aber wahr: es entwickelt ich eine Art “Regenneid”.
Danach Tasche zusammenpacken und ab in die Uni. Unterwegs schnell noch ein Brötchen beim Bäcker gekauft und rein in den Keller, in dem Lehramtsstudenten auf das Lehrerdasein vorbereitet werden. Wohlgemerkt liegt der Vorbereitungsschwerpunkt hier auf der Vermittlung richtiger Methodik und des richtigen Lehrerverhaltens und nicht auf 6 Wochen Sommerferien und Feierabend um 14 Uhr (mit diesem Vorurteil wollte ich immer schon aufräumen). Es beginnt eine Unterichtssimulation zum Thema “Luther” für die Klasse 7. Alles in allem ganz in Ordnung.
Die zweite Unterrichtssimulation – diesmal für Klasse 5 – befasst sich mit der Einführung des Magnetismus.
Die Faszination des Magnetismus
Auch hier wieder insgesamt das Ergebnis, dass die Studenten das “schon ganz gut” gemacht haben – von ein paar Kleinigkeiten mal abgesehen. Auf eine Kleinigkeit werde ich hier mal genau eingehen: während vorne der Unterricht weiterging, gingen auch zwei Stabmagneten durch die Reihen. Das war der größte Fehler, den die beiden Studentinnen (in diesem Fall unsere Lehrer) machen konnten. Als nämlich die beiden Magneten bei mir und meinen drei Sitznachbarn (wohlgemerkt die einzigen vier Männer in dem Seminar) bei uns ankamen, war die Faszination groß und das Forschen begann: Wie stark sind die Magneten? Ist die Tischplatte in der Lage die Anziehungskraft zu unterbrechen? Warum sind einige Schlüssel magnetisch, andere nicht? Wer schafft es den einen Magneten am weitesten wegzuschießen indem man zwei gleiche Pole aneinanderhält?
Dem Unterrichtsentwurf weiter folgen? FEHLANZEIGE. Aber dennoch ein interessantes Selbstexperiment über die Faszination, die schon von einfachsten in dem Fall physikalischen Phänomenen ausgeht.
Westfalenbahn
Ab hier beginnt dann die Zeitverschiebung. Ende des reflektiven Teils, Beginn der Tagesaussicht.
Nachdem ich dann gleich noch eine Hausaufgabe erledigt habe, werde ich mein Fotoequipment zusammenpacken und mich in die Westfalenbahn Richtung Bad Bentheim setzen, um von dort aus dann weiterzufahren nach Ochtrup, um Fotos vom Manko Nova-Gig beim School’s Out zu machen. Die Zugfahrt werde ich wohl mit dem verbringen, was in den letzten Tagen etwas auf der Strecke geblieben ist: Musikhören. Ständig unterwegs wegen Referaten und Uni, abends dann erschöpft, Emails checken, etwas programmieren und dann schlafen. Ich schätze mal, dass ich mir das neue Metric-Album heute mal etwas genauer anhören werde. Die ersten Durchläufe waren zwar schon gut, aber irgendwie den Oberburner (außer “Help, I’m Alive”, was ich aber schon vorher kannte) habe ich noch nicht gefunden. Ob sich da momentan so eine Art Trend im Musikgeschmack entwickelt? The Sounds, Gossip, Metric, Yeah Yeah Yeahs. Jeweils Frauengesang und inzwischen elektronische Einflüsse kaum noch verkennbar.
Livemusik
Dieses Kapitel des heutigen Tages wird wohl das Highlight. Manko Nova ist die Band, von der ich die meisten Fotos überhaupt gemacht habe. Aber dennoch freue ich mich tierisch, denn sie haben seit einer geschätzten Ewigkeit keine Konzerte mehr gespielt und die neuen Songs endlich mal Live (und nicht nur um Proberaum oder über die Stereoanlage) zu hören, freut mich tierisch. Einfach mal reinhören: Manko Nova MySpace.
Danach dann wieder in den Zug und zurück nach Osnabrück. Fotos gibt’s dann bald.
Vorhin war ich nach der Uni kurz mit der Kamera unterwegs, um so ein paar Ecken abzugrasen, an denen ich interessante Dinge gesehen habe im letzten halben Jahr, welche ich nun endlich auch mal festhalten wollte. Problem an der Sache: diese Dinge bekommt ihr heute nicht zu sehen. Denn diese Dinge sind zwar Orte (also statisch), sehen aber nur unter gewissen Umständen cool aus (Menschen, dynamisch).
Genau diese Orte sind nämlich heute allesamt anders gewesen, als sonst. Leere, Baugerüste, usw. haben mir heute einen Strich durch die Rechnung gemacht. Es ist zwar nicht so, dass ich diese Dinge heute nicht auch fotografiert hätte, aber zufrieden stellen sie mich nicht.
Lehre daraus: Niemals los gehen, um etwas bestimmtes zu fotografieren. Es geht tierisch in die Hose.
Klingt zwar komisch, aber vielleicht sollte ich diese Lehre direkt revidieren. Weil wenn man sich mit der Kamera in der Hand zu Fuß bewegt, wird man bei wachem Auge doch auf einiges aufmerksam, was dann doch etwas hergibt.
Hier also meine Ausbeute der letzten Stunde:
UPDATE: Habe noch etwas am PC gesessen und das Ganze hier noch etwas erweitert. Zum Schluss noch eine kleiner Eindruck dessen, was sich direkt vor meinem Schreibtisch-Fenster abspielt.